„Ich liebe Dich

kann ich nicht sagen“

 

Chansons um ein ewiges Thema.

Eigentlich wollte sie dieses Mal nicht wieder von der Liebe singen, sondern etwas anderes zum Thema ihres Programms machen, etwas Gruseliges und Komisches, etwas Trauriges und Lustiges, etwas Groteskes und Unmögliches, kurzum etwas, das bewegt.
Aber bei der Suche nach dieser explosiven Mischung ist sie letztlich immer wieder bei der Liebe gelandet. Und wer wollte behaupten, dass dieses Thema nichts Gruseliges und Komisches, Trauriges und Lustiges, Groteskes und Unmögliches hätte?
"Ich liebe Dich, kann ich nicht sagen" erzählt davon. Und alle berührt die (un)mögliche Liebe, von 1 bis 100, von Hildegard Knef und Georg Kreisler bis Edith Piaf u.v.a. Neunzig kurze Minuten lang.

 

 

Presse: Darmstädter Echo vom 8. Juni 2009

Ich liebe Dich, kann ich nicht sagen": Iris Stromberger stellt im Darmstädter Halbneun-Theater ihren neuen Liederabend vor und buchstabiert dabei das Alphabet der Liebe durch.

„Ich hab' Dich auswendig gelernt: Wenn Du nicht da bist, sage ich Dich auf." So etwas kann nur eine schmachtende Frau sagen. Oftmals erscheinen uns Vernünftigen die Verliebten ja verrückt, melancholisch oder gar zum Weglaufen - sie selbst empfinden das jedoch als ganz normal. In diesem Spannungsfeld hat die Darmstädter Schauspielerin Iris Stromberger gemeinsam mit dem Pianisten Michael Erhard vom Staatstheater Darmstadt ihr neues Programm zusammengestellt. „Ich liebe Dich, kann ich nicht sagen" hatte am vergangenen Samstag im voll besetzten Halbneun-Theater Premiere.

"Es ist nicht unbedingt die Schuld der Schwerkraft, wenn man sich Hals über Kopf verliebt", staunt Iris Stromberger. Dabei sucht sie doch nur einen Mann, einen richtigen Mann". Lange genug hat sie Schokolade zum Geburtstag bekommen. „Ich brauch' nur einen Mann zu wittern, schon beginne ich zu zittern", singt sie. Das Dumme ist, dass sie nicht weiß, in welchen sie gerade verliebt ist.

Zwischen die musikalischen Vorträge streut sie kleine Gedichte und Aphorismen. In Liedern aus hundert Jahren zeigt sie, wie Naturgesetze in der Liebe scheinbar ungültig werden. Erst wenn die Schwärmerei ein Ende hat, merken viele wie unterschiedlich die beiden Geschlechter sind. Besonders dumm ist es, wenn man erst beim fünften Ehemann merkt, dass der dritte der richtige gewesen wäre. Glücklicherweise ist es nach Georg Kreisler allerdings nur eine Frage der Fantasie, einen unliebsamen Partner loszuwerden. „Kann denn Liebe Sünde sein?" Die Frage ist viel älter als der Schlager von Zarah Leander. Mit der Liebe verändert sich auch die Sichtweise. „Es ist Unsinn, sagt die Vernunft. Es ist, was es ist, sagt die Liebe." (Erich Fried)

Iris Stromberger buchstabiert die vielzähligen Facetten der Liebe durch. "Je ne regrette rien" singt sie so glaubwürdig, dass die begeisterten Zuhörer nach fast zwei Stunden Programm noch drei Zugaben erklatschen.